findet man die folgende Information: "Der Friedhof befindet sich im östlichen Bereich des Stadtteiles Engelsdorf. Auf ihm sind 159 Kriegsopfer – darunter etwa 40 Personen aus der UdSSR, 10 Personen aus Belgien, 6 Personen aus den Niederlanden, 3 Personen aus Frankreich, 4 Personen aus Italien und 3 Personen aus Polen (?), Großbritannien und den USA – in Einzel- , Doppel- und Sammelgräbern bestattet. Die meisten kamen bei den alliierten Bombenangriffen am 7. Juli 1944, 27. Februar 1945, 10. April 1945 und 30. April 1945 ums Leben. "
Hat jemand von Euch eventuell genauere Informationen zu den Toten ? (Ich glaube irgendwo im weiten web was gelesen zu haben, kann es aber nicht mehr finden.)
Evtl wissen die Leute aus der Gemeinde ja etwas mehr...
Geschichte des Friedhofs Der Engelsdorfer Friedhof hat sicher seine Anfänge im 12. Jahrhundert als hier eine Chorturmkirche errichtet wurde. (Das Unterteil des Kirchturmes stammt noch aus dieser Zeit). Seit dieser Zeit wurde um die Kirche herum bestattet. Einige alte Grabsteine erinnern noch an die vergangenen Zeiten. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Bevölkerung von Engelsdorf rasch anstieg, machte sich eine Erweiterung des Friedhofes nach Westen nötig. Dort befinden sich auch noch Gräber von deutschen und ausländischen Kriegsopfern. Eine weitere Erweiterung nach Osten erfolgte in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dabei fällt die halbkreisförmige Anlage auf.
wir können gern mal dort hin schauen und vieleicht Bilder dazu einstellen. Meiner Vermutung nach stammen die Leute aus dem RAW Engelsdorf. Näheres könnte event. der Borsdorfer sagen, aber der war schon einige Monate nicht mehr online. Ich könnte aber auch mal bei Herrn Kürschner nachfragen.
Der Friedhof besteht aus zwei "Teilen" links und rechts der Strasse.Den einen,wohl der ohne die gesuchten Namen,habe ich mir schon angeschaut.Vielleicht sind diese Menschen auf der anderen Seite bestattet.
Zitat von maxieiDer Friedhof besteht aus zwei "Teilen" links und rechts der Strasse.Den einen,wohl der ohne die gesuchten Namen,habe ich mir schon angeschaut.Vielleicht sind diese Menschen auf der anderen Seite bestattet.
Der Gedenkstein ist im Ostteil, also im neueren Friedhofsteil, in der hinteren Ecke. Doch wie gesagt, Namen sind mir da nicht aufgefallen.
Zitat von maxieiDer Friedhof besteht aus zwei "Teilen" links und rechts der Strasse.Den einen,wohl der ohne die gesuchten Namen,habe ich mir schon angeschaut.Vielleicht sind diese Menschen auf der anderen Seite bestattet.
Der Gedenkstein ist im Ostteil, also im neueren Friedhofsteil, in der hinteren Ecke. Doch wie gesagt, Namen sind mir da nicht aufgefallen.
Ich war im alten Teil,dort sind auch Gräber von Bombenopfern.Was mich gewundert hat das vor dem Todesdatum (ich glaube alle am 27.02.45) die Abkürzung für "gefallen" steht.Wurde das bei zivilen Bombenopfern auch so geschrieben oder ist davon auszugehen das die dort leigenden Personen (Männer und Frauen)beim Militär waren?
EDIT: Wie bekomm ich die Bilder gedreht??? Nicht das ich noch Schuld an euren Nackenschmerzen bin...
EDIT: Ich hab's mal gedreht. Was hast du denn für ein Bildbearbeitungsprogramm?
vielen Dank für die Bilder, nun können wir uns endlich mal ein eigenes Bild davon machen. Entweder waren die Leute bei der Flak oder so eingeteilt, oder ich kann mir auch sehr gut vorstellen das die Nazis einen Heldentod draus gemacht haben. So nach dem Motto: "Für Führer, Volk und Vaterland gefallen".
danke schon mal für die Infos. Ich habe noch 2 konkrete Fragen: 1) Kann man nachvollziehen woher die alliierten Toten stammen ? 2) In meiner Quelle ist auch der 30.April als Todesdatum für einige Opfer angegeben. Wodurch sind diese ums Leben gekommen oder ist das Datum falsch ?
der 30. April als Todesdatum kommt mir etwas spanisch vor, da der gesamte Leipziger Raum am 20. April in amerikanischer Hand war. Entweder sind das Tote, die an diesem Tage beerdigt wurden, oder durch andere Umstände gestorben sind, wie Verwundung oder Krankheit. Normalerweise ist das in den Kirchenbüchern verzeichnet oder beim Standesamt.
jetzt wird es langsam richtig interessant. Am 10.April 1945 flog die RAF einen Tagesangriff auf die Bahnhöfe Engelsdorf und Mockau. Dabei ging die Lancaster NA185 der 415 Sqn. verlohren, die gesamte Besatzung kam um. Bis auf den Piloten Evans sind alle Besatzungsmitglieder in Berlin beerdigt. F/O Evans gilt als vermißt. Jetzt müßte man mal recherchieren, ob am 10.April 1945 die Lancaster bei Engelsdorf abgestürzt ist. Der amerikaner wird ein POW aus einem Arbeitskommando sein. Ich versuche mal rauszubekommen, welche Arbeitskommandos bei Engelsdorf tätig waren.