manchmal hilft der Zufall weiter. Auf einer Liste mit "Gräbern von Angehörigen der Vereinten Nationen" von Januar 1946 aus Falkenberg / Elster finden sich die Namen der toten Besatzungsmitglieder von Roitzsch wieder. Dabei die Bemerkung "nicht im Sterberegister des Standesamtes Falkenberg/Elster vermerkt". Bei einem Besuch vor Ort konnte die Bestätigung erfolgen. Anbei 2 Vergleichsbilder.
Ulf
Torgau
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Friedhof Falkenberg-Elste
Friedhof Falkenberg-Elste
herzlichen Glückwunsch zur erfolgten Identifizierung des so lange gesuchten Friedhofes. Es ist oft der reine Zufall diese Dinge endlich zuordnen zu können. Kurze Frage, wie war das mit der Besatzung des Flugzeugs, liegen die noch dort oder wurden die bereits umgebettet?
die Umbettung der Britten war bereits vor Mitte 1947 erfolgt, als die US-Army vor Ort aktiv wurde. Sie liegen heute auf dem Friedhof Berlin-Heerstraße Abt. 6 Reihe G. Auch die Italiener haben ihre Toten umgebettet. Die UdSSR scheint dies nur teilweise getan haben. Heute gibt es auf dem städtischen Friedhof neben den Gräbern mit Wehrmachtsangehörigen und Bombenopfern noch 7 Gräber mit ausländischen Toten aus dem 2.Weltkrieg: Franzosen, Ukrainer, Serben, Polen, ... Die Listen für die weiteren Friedhöfe im Umfeld sind wir momentan am abgleichen und ergänzen.
die relativ große Entfernung zwischen Absturz-/Todesort und Beerdigungsort dürfte mit dem Flugzeugbergekommando zusammenhängen, welches hächstwahrscheinlich vom Fliegerhorst "Alt-Lönnewitz" (Falkenberg / Elster) kam.
herzlichen Glückwunsch zur erfolgten Identifizierung des so lange gesuchten Friedhofes. Es ist oft der reine Zufall diese Dinge endlich zuordnen zu können. Kurze Frage, wie war das mit der Besatzung des Flugzeugs, liegen die noch dort oder wurden die bereits umgebettet?
MfG Marcus
Hallo Ulf,
Interessante Geschichte ! Kann mich nur den Glückwünschen von Marcus anschließen. Wollte gerade anbieten, dass ich mal auf dem Friedhof in Mörtitz recherchieren könnte. Aber das hat sich ja damit erledigt. Echt toll, dass dieser Fall von Dir geklärt werden konnte !
Friedhof Mörtitz ist auf jeden Fall interssant. Dort könnten auch noch ein paar Unbekannte liegen. Sehr hilfreich ist meiner Ansicht nach immer eine komplette Aufstellung der Beerdigungen im betreffenden Zeitraum (normalerweise 1939-1945) zu erstellen und auf dort auftauchende Lücken in der Grabbelegung zu achten. Dadurch war es uns auch in Falkenberg/Elster möglich die Grablage festzustellen.
Mal'n TIP zum fototechnischen Vergleichen.... bzw die Ermittlung eines Fotostandortes. Die damaligen Kameras hatten fast ausschließlich "Normalbrennweite", was bei Kleinbildfilm (24x36mm) ca.50mm Brennweite entspricht, oder ca.80mm beim 6x6 Format... daraus ergibt sich dann der entsprechende Bildwinkel. (beim Kleinbild sind das 50°)
Danke für den Tip, hät ich eigentlich selber drauf kommen können. Ist aber bei den Kompaktkameras nicht so einfach, da dort meistens keine Größe des Bildsensors angegeben ist. Bei meiner Spiegelreflex wär es kein Problem.